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Fachgebiet Bestandsentwicklung und Erneuerung von SiedlungseinheitenIGSI - Indo-German Smart Initiative

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Indo-German Smart Initiative

ENGLISH VERSION /// deutsche Version siehe unten

 

Even if there is no generally accepted definition of a smart city, descriptions usually focus on the intersection of digital environments and built urban spaces - with all their everyday places and routines. However, they often share technology-oriented approaches that lack a higher vision or a development model of the city as a whole. However, this is a basic requirement for the integrated and cross-sectoral development of cities. Too often, when developing solutions, implementation and operation are not fully considered. Solutions that, apart from the actual user needs, have not considered essential questions of governance, often fail or fail to achieve their goals.

 

This becomes particularly problematic in countries where cities have particularly high development pressure. In India, the influx of people has been steadily increasing cities for years. The resulting pressure on housing markets, ramshackle infrastructure and social systems confront local planners with challenges that they can no longer solve with their existing methods. The ones who suffers from this are in particular the inhabitants of these rapidly growing cities. Day by day, they live with the environmental impact, the noise, the traffic chaos and the shortage of housing and electricity. By founding of the "Indo-German Smart Initiative” (IGSI) scientists, planners, architects and infrastructure developers are working on innovative solutions to these challenges. The focus is on innovative planning and participation tools. So-called UrbanLabs, form anchor points in a dialogic and cooperative process, in which the inhabitants and actors of neighbourhoods and cities with their needs are central. As a contrast to numerous urban development projects and approaches based primarily on technological aspects, IGSI uses the methodical approach of Urban Design Thinking, developed at the TU Berlin to address the needs of people – the users and designers of urban spaces. Based on these requirements, solutions and necessary technologies are derived and purposefully adapted. The basis for this is always the principle of "Human Centered Innovation", which blends human needs, technological feasibility and economic viability into innovative solutions and examines them for their interactions with spatial consequences.

 

With the help of this approach, IGSI has recently dealt with current challenges in the cities of New Delhi, Coimbatore, Berlin and Pune in the context of four UrbanLabs in India and Berlin. Here, together with 60 participants each, IGSI identified specific problems in the fields of architecture, mobility, energy, heritage, water supply and waste and water management. With the help of IGSI the participants developed solutions and translated them into the first prototypes within a very short time. Due to an intensive discussion between the participants and the project areas and their diverse users, the results are characterized by a high degree of empathy and ability to implement.

 

In addition to its methodological competence, IGSI is characterized in particular by its transdisciplinary approaches. Today systemic approaches, the multiple perspectives on cities and their multiple levels as well as the multiple demands on use of spaces, infrastructures and buildings require an understanding of planning that individuals alone can no longer handle. IGSI sees integrated planning as an understanding, which put spatial and infrastructural planning in the context of socio-spatial planning. IGSI brings this approach to life by joining the knowledge of public and private research institutions, urban planning and architecture offices, and engineering firms in all major areas of urban infrastructure.

 

Indo-German Smart Initiative /// deutsche Version

Auch wenn bisher keine allgemeingültige Definition einer Smart City existiert, so haben Erklärungsversuche stets die Durchdringung digitaler Lebenswelten und gebauter Stadträume – mit all ihren Alltagsorten und -routinen – gemein. Oft teilen sie aber auch technikorientierte Ansätze, denen eine Einbettung in eine übergeordnete Vision oder ein übergeordnetes Entwicklungsleitbild der Gesamtstadt fehlen. Dies ist jedoch Grundvoraussetzung für die integrierte und sektorübergreifende Entwicklung von Städten. Allzu oft wird bei der Entwicklung von Lösungen die Umsetzung und ihr Betrieb nicht vollständig mitgedacht. Lösungen, die neben den eigentlichen Nutzerbedarfen essentielle Fragen der Governance nicht berücksichtigt haben, drohen oft zu scheitern oder verfehlen ihre Wirkungsziele.

 

Besonders brisant wird dies in Ländern, in denen Städte einen besonders hohen Entwicklungsdruck aufweisen. In Indien nimmt der Zuzug von Menschen die Städte seit Jahren ungebremst zu. Der sich hieraus ergebene Druck auf Wohnungsmärkte, marode Infrastrukturen und Sozialsysteme stellt lokale Planer vor Herausforderungen, die sie mit bisherigen Methoden längst nicht mehr bewältigen können. Die Leidtragenden sind insbesondere die Bewohner dieser rasant wachsenden Städte. Tag für Tag leben sie mit den Umweltauswirkungen, dem Lärm, dem Verkehrschaos und der Mangelversorgung an Wohnraum und Elektrizität. In der „Indo-German Smart Initiative IGSI“ arbeiten Wissenschaftler, Planer, Architekten und Infrastrukturentwickler an innovativen Lösungen für diese Herausforderungen. Im Mittelpunkt stehen dabei neuartige Planungs- und Beteiligungstools. Sogenannte UrbanLabs bilden in einem auf Dialog und Zusammenarbeit ausgerichteten Prozess Ankerpunkte, in denen die Bewohner und Akteure von Nachbarschaften, Stadtteilen oder Städten und ihre Bedarfe im Mittelpunkt stehen. Als Kontrast zu zahlreichen Stadtentwicklungsprojekten und -ansätzen, die sich in erster Linie an technologischen Aspekten orientieren, stellt IGSI mit dem an der TU Berlin entwickelten Methoden-Ansatz des „Urban Design Thinkings“ die Bedarfe der Menschen – die Nutzer und Gestalter von Stadträumen – in den Mittelpunkt. Von diesen Bedarfen ausgehend werden Lösungen und notwendige Technologien abgeleitet und zielgerichtet angepasst. Grundlage ist dabei stets der Grundsatz der „Human Centered Innovation“, der menschliche Bedürfnisse, technologische Machbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander zu innovativen Lösungen verschneidet und diese auf ihre Wechselwirkungen zu räumlichen Konsequenzen untersucht.

 

Mit Hilfe dieses Ansatzes hat sich die IGSI zuletzt im Rahmen von vier UrbanLabs in Indien und Berlin aktuellen Herausforderungen in den Städten Neu-Delhi, Coimbatore, Berlin und Pune gewidmet. Hier identifizierte sie gemeinsam mit jeweils 60 Teilnehmern anhand konkreter Orte spezifische Probleme in den Themengebieten Architektur, Mobilität, Energie, Heritage, Wasserver- und -entsorgung sowie Wastemanagement. Binnen kürzester Zeit entwickelte sie so Lösungsansätze und übersetzte diese in erste Prototypen. Aufgrund einer intensiven Auseinandersetzung der Teilnehmer mit den Projektgebieten und ihren vielfältigen Nutzern zeichnen sich die Ergebnisse durch einen hohen Grad an Empathie und Umsetzungsfähigkeit aus.

 

IGSI zeichnet sich neben seiner Methodenkompetenz insbesondere durch seine transdisziplinären Arbeitsansätze aus. Die Systeme, Betrachtungs- und Bedeutungsebenen von Städten sowie die vielfachen Nutzungsansprüche an Räume, Infrastrukturen und Gebäude erfordern ein Planungsverständnis, das von Individuen allein längst nicht mehr durchdrungen werden kann. Integriertes Planungsverständnis, das räumliche und infrastrukturelle Planungen mit sozialräumlichen Planungen in Zusammenhang setzt, ist ein Aushängeschild deutscher Stadtentwickler. IGSI bildet diesen Ansatz durch seinen Aufbau aus öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen, Stadtplanungs- und Architekturbüros sowie Ingenieurbüros aus allen wesentlichen Bereichen städtischer Infrastrukturen ab.

 

Weitere Informationen: www.igsi.info

Twitter: @IGSI_SmartCity

 

Koordinator: Marcus Jeutner      m.jeutner@isr.tu-berlin.de          +49 (30) 314 28118

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